Die Reitlehre

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Das Freizeitreiten hat viele Ausdrucksformen. Gleich welcher Art es soll anspruchsvoll sein, aber Lockerheit, Leichtigkeit und Fröhlichkeit ausstrahlen. Hierzu sind eine intelligent überlegte Gymnastizierung und Schulung des Körpers sowie der Psyche des Pferdes ein unbedingtes Muss. Beides soll der Förderung und Erhaltung seiner Gesundheit und Zufriedenheit dienen. Geist und Inhalt dieser Grundsätze und weitere in Jahrzehnten erworbene praktische Erfahrungen und Überlegungen zum Umgang und Reiten mit dem Pferde, wurden von mir nach dem Motto: "Mit Pferden denken - Pferde lenken" zu einer Reitlehre zusammengefasst.

Die Philosophie des anspruchsvollen Freizeitreitens in die Praxis umgesetzt brachte nicht nur mir viele Erfolge, sondern auch, wie von unzähligen anderen Reiterinnen und Reitern, gleich welcher Couleur immer wieder betont, unglaublich positive Wandlungen ihrer Pferde. Anfangs waren es vor allem die Freizeitreiter, denen ich mit meiner Reitlehre sehr entgegen kam. Sie lernten nach einer völlig neuen Ausbildungsmethode. Diese basiert in Rückbesinnung auf die Reitkunst der Reitmeister früherer Jahrhunderte vor allem auf den gymnastizierenden Lektionen François Robichon de la Guérinières, in Verbindung mit denen aus dem Bereich des iberischen sowie des feinen altkalifornischen Reitens und diese in Abwechslung mit Geschicklichkeitsübungen gepaart.

Meine Einführung einer Gymnastizierung des Pferdes mittels altklassischer Lektionen, wie Schulterherein, Travers, Traversale, Renvers u. dergl. und dieses auch für Freizeitpferde, gleich welcher Einsatzbestimmung, war eine revolutionäre Überlegung.

Die völlig neue Form der Ausbildung zeigt immer wieder deutlich, dass mit immer mehr Leichtigkeit, das heißt, mit ständig weniger Einsatz der von mir modifizierten klassischen Hilfen und hier vor allem der Kunst der sanften Zügelführung, die Pferde sich willig dirigieren lassen. Sie fangen an, schwingender, dabei ruhiger, gelassener, aber auffallend aufmerksamer auf die nach und nach geringer werdenden Hilfen achtend, und zunehmend zuverlässiger zu gehen. Neben diesen vielseitigen, lockeren, bei Pferd und Reiter Eifer und Spaß erzeugenden zeitgemäßen Art zu reiten bietet dieses Reiten in seinem Resultat ein von vielen beobachtetes harmonisches und ästhetisch schönes Bild.

Die Philosophie dieser Reitlehre in Kurzfassung

  • Die Lehrmethode ist nach üblichen Maßstäben unkonventionell. Dabei ist sie abgestimmt auf ein Reiten, das allen einfachen, wie gehoben Ansprüchen eines Freizeitreiters und anderen Interessierten gerecht werden soll.

  • Wichtigste Grundüberlegung für dieses Reiten ist seine einfache Durchführbarkeit für Pferd und Reiter. Sie ist der Leitfaden, der diese Reitlehre bestimmt.

  • Nichts vom Grundsätzlichen ist neu. Alles beruht auf jahrhundertealten, bewährten Erfahrungen verschiedener, aber verwandter Reitweisen.

  • Neu ist das Zusammenfügen zu einer Reitlehre, die in erstaunlich kurzer Zeit erlernt werden kann. Es ist ein Reiten, das trotz seiner Einfachheit wegen der altklassischen Lektionen zur Ausbildung auch gehobenen Ansprüchen gerecht wird.

  • Neu ist, dass verschiedene Hilfen anders erklärt und anders angewandt werden sollen. Manches bislang Gelernte und Gewohnte wird bedeutungslos. Wiederum erhält kaum oder nie Gekanntes besonderes Gewicht. Es gilt in verschiedenen Dingen für ein anderes Reiten umzudenken.

  • Alle theoretischen Überlegungen, Erläuterungen, Hinweise und Forderungen sind abhängig von einem variablen Faktor: dem Lebewesen Pferd. Nichts ist daher unbedingt festgeschrieben, es muss sich diesem Faktor unterordnen.

  • Was zu dieser Lehre für Freizeitreiter und andere Interessierte zusammen getragen wurde beruht auf jahrzehntelangen Erfahrungen. Die Richtigkeit dieser Überlegungen wird immer wieder durch den ungewöhnlichen Erfolg bestätigt.

Endscheidend ist aber, was darunter verstanden, wie es gelehrt und schließlich in der Praxis umgesetzt wird. Hierzu gelten die Wertvorstellungen meiner Reitlehre, welche sich im Einklang ethischer und ästhetischer Grundsätze, sprich, in einer besonders fairen, also humanen und damit pferdegerechten Ausbildung wiederfinden. Ist dies nicht gewährleistet, so werden sich keine der in diese Bemühungen gesetzten Erwartungen erfüllen können.

Für die Ausbildung von Lehrkräften gelten besondere Maßstäbe. Hier wurde nach dem Prinzip der Begabtenförderung verfahren. Nach einem längerem Ausbildungsweg und einer mehrtägigen praktischen und theoretischen Prüfung hat eine Anzahl von in Deutschland und angrenzenden Ländern selbstständig tätigen Ausbildern den beurkundeten Titel: "Autorisierte/r Trainer/in der Claus Penquitt Reitlehre" erworben
(siehe Liste in: www.penquitt-trainer.de).

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Nicht zuletzt führte auch der überdurchschnittliche Erfolg meiner Bücher sowie einer dreiteiligen Video-Serie sowie deren Zusammenfassung in einer DVD, zu einer ständig größer werdenden Verbreitung meiner Reitlehre. Hier wird in Wort und Bild nicht nur aufgezeigt, was meine Reitlehre beinhaltet und warum so und nicht anders verfahren werden sollte, sondern vor allem in einer logischen Abfolge Schritt für Schritt bis ins kleinste Detail gehend erklärt, "wie es gemacht wird". Allein über fünfzigtausend Mal wurde das Buch "Die Freizeitreiter-Akademie" verkauft. Bereits seit längerer Zeit gibt es nun das vom Inhalt und Umfang noch erweiterte Buch "Die neue Freizeitreiter-Akademie".

Claus Penquitt

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